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29. Februar 2016

Print & Cut Tutorial: Tischkärtchen erstellen

Je länger ich meinen Plotter besitze und mich mit den unzähligen Anwendungsmöglichkeiten beschäftige, desto mehr bin ich von diesem Universalgenie begeistert!

Schon immer habe ich es geliebt, bei Familienfesten eine passende Tischdeko aus Papier zu zaubern. Ganz früher habe ich diese einfach "nur" gekauft, ein bisschen später dann aus fertigen Druckdateien aus dem Internet zumindest selbst ausgedruckt, geschnitten und geklebt.

Aber jetzt - jetzt mache ich sie mir komplett selbst! Und dank meines Plotters sehen sie auch so richtig professionell aus!

Im heutigen Print & Cut Tutorial zeige ich euch, wie ihr wunderhübsche Tischkärtchen für eure nächste Geburtstagsparty, Hochzeit, Kommunion oder Was-auch-immer-Feier! Und mit ein wenig Fantasie und Kreativität könnt ihr diese "Grundanleitung" für einzigartige Tischdeko verwenden. Aber dazu am Schluss noch mehr.

1. Schritt - Silhouette Studio öffnen und ein Rechteck zeichnen
Das Rechteck sollte die fertige Breite x der doppelten Höhe groß sein. Meines hier im Beispiel ist 10 cm breit und 8 cm hoch (das fertige Tischkärtchen ist dann 4 cm hoch, weil es ja gefaltet wird).


2. Eine Gerade in der Breite des Tischkärtchens zeichnen
Diese Gerade dient zum Einen für die exakte Platzierung des Textes und zum Anderen "wandeln" wir es zu einer Perforation in einem späteren Schritt um, damit das Kärtchen leichter gefaltet werden kann. Wichtig ist, dass die Linie exakt gerade ist (beim Zeichnen die Umschalttaste halten!) und genau die gleiche Länge (in meinem Fall 10 cm) wie die Breite des Tischkärtchens hat.


3. Die Linie exakt im Rechteck ausrichten
Dafür müsst ihr beide Formen (also Rechteck UND Linie) markieren und in das "Ausrichten"-Tool in der oberen, rechten Menüleiste gehen. Es öffnet sich das entsprechende Tool und ihr wählt einmal "Mittig ausrichten" und dann "Zentriert ausrichten". So bekommt ihr die Linie exakt in die Mitte eures Rechteckes.


4. Tippt euren Wunschtext
Nun kommt der Text, der ausgeschnitten werden soll, an die Reihe. Tippt das Wort, ändert es in die entsprechende Schriftart und passt die Größe dem Tischkärtchen an.


5. Den Text BEschneiden
Jetzt kommt ein ganz wichtiger Schritt, ohne den ihr nicht zum gewünschten Ergebnis kommt: wir müssen den Text an der Unterseite BEschneiden. Dafür vergrößert euch die Ansicht, so dass ihr den Text wirklich groß seht und klickt auf das Messer-Tool in der linken Menüleiste. Ihr müsst nun die Unterseite des Wortes abschneiden, so dass die Buchstaben "offen" sind. Dafür zieht ihr mit dem Messer eine exakte gerade Linie (Umschalttaste halten!) an der Unterseite des Wortes.


Wenn ihr die Maustaste auslässt, verschwinden die Schneidelinie und auch - im Idealfall - die Unterseite der einzelnen Buchstaben. Solltet ihr die Linie zu hoch angesetzt haben und ein durchgeschnittener Teil eines Buchstabens noch übrig sein (so wie am unteren Bild bei meinem O), dann klickt einfach auf diesen Teil und löscht ihn.


Nun müsst ihr die Buchstaben nur noch gruppieren (durch das Schneiden wird die ursprünglichhe Gruppierung des Wortes aufgehoben).


6. Tischkärtchen fertig stellen
Zieht jetzt das Wort in euer Tischkärtchen - die waagrechte Linie hilft euch das Wort exakt auszurichten. Damit es auch wirklich in der waagrechten Mitte ist, könnt ihr wieder mit dem "Ausrichten"-Tool arbeiten. Markiert das Wort, das Kärtchen und die waagrechte Linie und wählt "Zentriert ausrichten". Achtet darauf, dass das Wort exakt auf der Hilfslinie steht.


Jetzt wäre euer Tischkärtchen auch schon fertig! Löscht die Hilfslinie und geht ins Schneide-Menü. Dort könnt ihr sehen, wie jetzt das Kärtchen und der Text geschnitten werden: die Unterseite des Textes bleibt mit dem Kärtchen verbunden - perfekt, wie es sein soll!


7. Eine perforierte Linie zum besseren Falten der Karte erstellen
Wer sein Kärtchen jetzt schon schneidet, wird merken, dass es ein wenig mühsam ist, es exakt bei den Buchstaben zu falten. Daher ist es hilfreich, eine perforierte Linie schneiden zu lassen. Diese erleichtert das Falten sehr.

Bitte beachtet: den kompletten Schritt könnt ihr wie beschrieben nur durchführen, wenn ihr die Designer Edition besitzt. In der Basisversion ist der Radiergummi nur eingeschränkt möglich!

Dafür dürft ihr die Hilfslinie nicht löschen, sondern müsst sie in eine gestrichelte Linie umändern. Das macht ihr mit dem "Linien"-Tool in der oberen, rechten Menüleiste.


Wählt als Linienstil die zweite gestrichelte Linie von oben.

Jetzt müssen wir einige Teile dieser Linie löschen bzw. radieren, denn sonst würden Teile der Buchstaben geschnitten werden. Dafür verwenden wir am einfachsten den Radiergummi.


Löscht bzw. radiert alle kleinen Linien, die innerhalb der Buchstaben sind. Ihr dürft nur Linien zwischen den Buchstaben lassen.

Jetzt ist euer perfektes Tischkärtchen wirklich fertig! Zumindest die Basisversion. Diese könnt ihr nun aus buntem Papier ausschneiden. Das sieht dann so aus:





Oder ihr lasst eurer Kreativität freien Lauf und fügt z. B. ein Muster hinzu und einen weiteren Text sowie ein kleines Motiv. So wie auf dem unteren Foto, da könnt ihr meine Tischkärtchen passend zu meiner zweiten Plotterserie "Donutliebe" sehen.



Ich habe mir eine komplette Partydeko allein mit dem Silhouette Studio erstellt: Cupcake Toppers, Flaschenetiketten, Anhänger, eine Donutschachtel, Tischkärtchen, usw. Im März feiern wir den nächsten Geburtstag und das wird eine Donutparty! Natürlich mit selbstgemachten, echten amerikanischen Donuts :-)


In den nächsten Tagen werde ich euch zeigen, wie ihr all diese Papierdekos selbst machen könnt - glaubt mir, es geht ganz einfach ;-).

Ihr könnt aber nicht nur Buchstaben auf diese Art ausschneiden lassen, sondern auch Grafiken - so wie am unteren Bild bei meinen Oster-Tischkärtchen.




Wie das geht, zeige ich euch morgen!

Wie immer - viel Spaß beim Nachmachen und Ausprobieren!

Euer


8. Februar 2016

Tutorial-Monday: Wörter in Form bringen

Mit dem Silhouette Studio lassen sich mit wenigen Klicks ganz tolle Plottermotive erstellen, und ihr braucht dafür keine großen Grafikkenntnisse! Ihr müsst euch einfach nur trauen und z. B. Buchstaben bzw. Worte in ihrer Form verändern und - wie in meinem heutigen Tutorial - in Sternenform bringen. Wie das geht, zeige ich euch wie immer Schritt für Schritt :-)

Ich gebe schon zu, ihr benötigt dafür schon einige Klicks bis das Motiv fertig ist. Aber glaubt mir, dieser Aufwand lohnt sich. Und wenn ihr mal ein paar solcher Motive erstellt habt, geht es auch schon wesentlich schneller.

Der erste Schritt ist wie immer, dass ihr das Silhouette Studio öffnet und eine Sternenform entweder aus eurer Motivsammlung importiert oder schnell eines nach einer Grafik nachzeichnet.

Dann tippt noch euren Wunschtext ein und wählt eine Schrift, die relativ breit ist - in meinem Fall ist es ARIAL BLACK (ich glaube, das ist sogar eine Windows Standardschrift). Es sollte auf alle Fälle eine sans serife Schriftart sein. Und ich empfehle auch, den Text in Großbuchstaben zu schreiben ... das muss aber nicht sein!

Und noch ein Tipp: vergrößert den Stern so weit es geht! Es geht hier leichter, wirklich "groß" zu arbeiten und später das fertige Motiv zu verkleinern. Keine Angst, ihr verliert dann nichts ;-)


Im nächsten Schritt schiebt ihr das Wort schön in die Mitte und vergrößert die Schrift soweit, dass Teile des Wortes die Linie des Sternes zumindest berühren - sie können sogar über den Rand gehen! Das Wort selbst sollte sich mittig im Stern befinden.


Jetzt müsst ihr den Text markieren > rechte Maustaste > Gruppierung lösen. Nur so könnt ihr die Größe der einzelnen Buchstaben verändern. Jetzt muss ich an eure Kreativität appelieren, denn wie sehr ihr die Buchstaben nun verändert, hängt von euch ab. Das Ergebnis sollte nur in etwa wie am unteren Bild aussehen. Jeder Buchstabe soll oben, unten, links und rechts (je nachdem natürlich, welcher Buchstabe es ist) den Stern berühren bzw. sogar ein bisschen darüber hinaus gehen:


Wenn ihr mit dem Ergebnis zufrieden seid, markiert ihr NUR den Stern und dupliziert ihn. Legt diesen zweiten Stern kurz in den grauen Arbeitsbereich - wir benötigen ihn später wieder!

Dann klickt ihr den verbleibenden Stern UND jeden Buchstaben an und geht ins Menü Modifizieren rechts oben in der Menübar und wählt dort "Abschneiden".


Euer "Stern" bzw. das Wort sollte nun so aussehen:


Noch nicht wirklich schön, aber wir sind ja auch noch nicht fertig ;-) Seht ihr am oberen Bild den Stern im grauen Bereich? Der hat jetzt eine Doppellinie - unser nächster Schritt: markiert den Stern und geht ins Menü Offset rechts oben und wählt dort wieder "Offset". Mein Abstand ist hier 1mm - stellt die Größe ein und klickt auf "Hinzufügen".

Nehmt den inneren (kleineren) Stern und legt es wieder exakt über das Wort und lasst den größeren Stern noch auf der Seite:


Jetzt müssen wir ein letztes Mal die Buchstaben verändern und dieser Schritt erfordert etwas Übung, damit ihr mit dem Ergebnis zufrieden seid. Klickt auf den ersten Buchstaben doppelt, so dass ihr die einzelnen Punkte seht - nur so könnt ihr den Buchstaben auseinander ziehen und optimal an die Sternform anpassen:


Ziel ist es, dass die einzelen Buchstaben ganz über die Linie des Sterns hinaus gehen ... es kann sein, dass ihr einige Anläufe dafür benötigt, bis ihr wirklich zufrieden seid! Nicht auf die "Rückgängig-Taste" vergessen, wenn euch ein Schritt nicht zum erhofften Ergebnis führt ;-)

Jetzt wiederholen wir einen der vorigen Schritte: markiert die Buchstaben UND das Herz, geht ins Menü Modifizieren und klickt auf "Abschneiden". Jetzt sieht das Wort doch schon sehr gut aus!


Jetzt müsst ihr nur noch den Stern aus dem grauen Bereich über das Wort legen - keine Angst, es ist richtig, dass es etwas größer ist als das Wort! Alles markieren > rechter Mausklick > verknüpften Pfad erstellen. Wenn ihr den Stern jetzt mit eurer Wunschfarbe füllt, bekommt ihr das Ergebnis am unteren Bild! Hübsch, oder? Das jetzt aus Glitzerfolie geplottet und auf ein Shirt gebügelt ... wuhuuuu :-))


Beim oberen Motiv würdet ihr also die Buchstaben entgittern und den Stern gefüllt aufbügeln.

Aaaber, wir können auch noch eine weiteren Schritt machen (ich höre nach diesem dann auch wirklich auf!)! Seht euch mal den unteren Stern an - das sieht doch auch toll aus, oder?! Hier wird der Stern entgittert und die Buchstaben werden aufgebügelt.


Damit ihr den gegenteiligen Fülleffekt erhaltet, müsst ihr die Füllfarbe vom Stern wieder entfernen und den verknüpften Pfad wieder lösen. Markiert jetzt NUR den Stern und legt abermals ein Offset (wie schon einige Schritte vorher) über diesen Stern. Markiert beide Sterne > rechter Mausklick > verknüpften Pfad erstellen. Jetzt könnt ihr diesen "Doppelstern" mit Füllfarbe füllen und jeden einzelnen Buchstaben - so könnt ihr besser erkennen, wie euer Stern nun aussehen würde :-)

Mit diesen Schritten könnt ihr nicht nur einen Text in Sternenform bringen. Ihr könnt jede Form nehmen, so z. B. auch ein Herz, ein Kleeblatt - eurer Fantasie und Kreativität sind wie immer keine Grenzen gesetzt:


Ich weiß, dieses Mal ist mein Tutorial etwas aufwendiger und nicht jede von euch wird damit etwas anfangen können. Aber vielleicht kommt das ja noch, denn wenn ihr mit der Zeit euren Plotter und das Studio Programm immer besser beherrscht, werdet ihr auch mal aufwendiger Projekte ausprobieren wollen.

Viel Spaß beim Nachmachen und Ausprobieren!


Verlinkt mit Create in Austria



Euer




18. Januar 2016

Tutorial-Monday: einen Schriftzug aus einer Form entfernen




Manchmal ist es notwendig, dass ein Motiv oder ein Text bei einem mehrfarbigen/mehrlagigen Plottermotiv nicht einfach auf das darunterliegende Motiv aufgebügelt werden kann. Weil es z. B. dann einfach zu viele Schichten sind. Oder weil man zusätzlich einen Effekt erzielen möchte.

So wie ich bei meinem heutigen Tutorial: ich möchte, dass man den Text besonders gut erkennen kann und ich möchte auch nicht auf Glitzer plotten! Daher zeige ich euch heute, wie ihr einen Text aus einer Form entfernen könnt - das geht einfacher als ihr denkt ;-)

Verzeiht, dass im Tutorial noch ein Silvestermotiv verwendet wird - aber die einzelnen Schritte habe ich kurz vor dem Jahreswechsel festgehalten, als ich kleine Geschenke für die Silvesterparty vorbereitet habe. Die fertigen Teile habe ich dann vergessen zu fotografieren ... daher sind diese Fotos dann von zwei anderen Motiven! Aber die gibt es dafür am Ende des Beitrages als Freebie für euch ;-))

Im ersten Schritt wählt ihr eure Form - hier das Kleeblatt - und tippt den Text ein; bei mir das "Prosit". Dieser wird in die gewünschte Schriftart geändert und von beiden Motiven die Größe oder zumindest das Größenverhältnis zueinander festgelegt (ihr könnt dafür den Text einfach über das Motiv legen und die Größe ändern).


Als nächstes markiert ihr den Text und geht in das Offset-Menü, das sich in der oberen Menüleiste befindet. Dort wählt ihr "Offset" und wählt eine Breite der Umrandung, die die Buchstaben noch erkennen lässt. In meinem Fall sind das 0,9 mm. Diese eingeben und auf hinzufügen klicken - die Umrandung verschmiltzt zu einer einheitlichen Umrandung!

Und jetzt ganz wichtig: die Markierung nicht aufheben sondern den markierten Text nach oben (oder unten, ganz egal ;-) verschieben und gruppieren! Dann habt ihr den ursprünglichen Text und den verbreiterten Text getrennt!


Den breiteren Schriftzug (auf meinem Bild unten seht ihr davon nur die rote Umrandung; der ursprüngliche Text ist ja gelb eingefärbt) legt ihr jetzt über das Motiv und richtet ihn genau so aus, wie später der Text auch aufgebracht werden soll (bloß nicht die Größe ändern, sonst passt er nicht mehr zum "richtigen" Text!).

Dann markiert ihr diesen Text UND das Motiv und geht in das Menü "Modifizieren" in der oberen Menüleiste und klickt auf "Subtrahieren".


Und es geschieht nachstehendes: der Text wird aus dem Motiv ausgeschnitten und verschwindet! Genau so soll es auch sein ;-)

Wenn ihr jetzt den richtigen (in meinem Fall gelben) Text in das Motiv schiebt, seht ihr, dass dieser eben nicht genau hineinpasst, sondern noch ein kleiner Rand bleibt. Das betont zum Einen den Text noch mehr und zum anderen müsst ihr nicht zwei Folien übereinander kleben oder bügeln und das fertige Motiv ist nicht so steif.


Und hier ein paar Fotos von fertig aufgebügelten Motiven, die ich wie oben beschrieben, angefertigt habe. Weil der Valentinstag nicht mehr weit entfernt ist, habe ich gleich zwei Geschenke damit angefertigt ... für wen, bleibt (noch) mein Geheimnis ;-)))





Und für alle, die keine Zeit haben, das obere Tutorial nachzuarbeiten, stelle ich die beiden Herzmotive als Freebie zur Verfügung - viel Spaß damit ;-)

Hier geht es zum Download!

Viel Spaß beim Nachmachen und Ausprobieren,
Euer

11. Januar 2016

Tutorial-Montag: Glitzerfolie zweilagig plotten



Jetzt werden sich einige von euch fragen: "Wie bitte? Das geht doch nicht - auf Glitzerfolie hält doch keine andere Folie!". Das stimmt auch. Aber wir plotten ja auch nicht AUF die Glitzerfolie, sondern dazwischen! Oder innerhalb ... oder wie auch immer ich das richtig benennen soll! Aber seht einfach selbst ;-)

Ostern ist ja nicht mehr soo weit entfernt, also habe ich mir gedacht, ich verwende für dieses Tutorial ein Häschen. Dieses, komplett aus Glitzerfolie geplottet, ist sicher ein toller Hingucker auf einem Shirt.

Als erstes habe ich im Studio meine Hasenvorlage nachgezeichnet. Dafür habe ich im Internet nach einer einfachen Hasensilhouette gesucht. Da diese keinen "Bauch" hatte, habe ich einfach mit Hilfe dem Zeicheninstrument "Eine Ellipse zeichnen" aus der linken Menüleiste eine ovale Form in der richtigen Größe gezeichnet:






Würde ich jetzt das Häschen einfach aus Flexfolie plotten, wäre ich schon fertig. Aber ich will ein Glitzerhäschen mit einem Flockbauch machen, also benötige ich ein paar Schritte mehr, bis das Motiv fertig ist.

Bevor ihr den nächsten Schritt macht, platziert den Bauch an exakt die Stelle, an der er beim fertigen Motiv sein soll. Ein späteres Ändern ist nicht möglich! Und dupliziert den Bauch ein zweites Mal und legt diesen Bauch neben das Häschen. Den brauchen wir später noch.

Ich zeige euch hier noch das Häschen mit Füllfarbe (gleich mit hübschem Glitzermuster ;-)), wie es jetzt noch aussieht - der Bauch ist genauso ausgefüllt wie der Rest, der weiße Bauch liegt daneben. Damit ihr den besser erkennen könnt, habe ich die Transparenz der Arbeitsfläche etwas erhöht (dadurch scheint das Muster der Schneidematte durch und die Arbeitsfläche ist hellgrau):


Ihr habt jetzt den Bauch an die richtige Stelle eures Häschen platziert. Markiert beide Motive (nicht den zweiten Bauch - der bleibt ohne Markierung neben dem Häschen!) und geht in der oberen Menüleiste auf das Icon "Modifizieren" und dort auf "Subtrahieren":



Im ersten Moment sieht es so aus, als wäre nichts passiert. Aber wenn ihr genau hinseht, merkt ihr, dass das Rechteck um den Bauch verschwunden ist. Ihr habt jetzt diese ovale Form vom restlichen Hasen "abgezogen", also ausgeschnitten. Wenn ihr die Hasenform jetzt mit Farbe füllt, bleibt der Bauch ausgespart. Seht ihr auf dem unteren Bild, wie hier der Raster der Schneidematte durchscheint? So soll es jetzt auch bei euch aussehen:


Das Häschen ist jetzt fertig zum Plotten. Bei dem Bauchoval machen wir noch einen kleinen Schritt, dann ist auch dieser fertig. Und ihr könnt Glitzerfolien zweifärbig plotten ... :-)

Ihr habt sicher schon bemerkt, dass die Folien beim Aufbügeln oder Aufpressen durch die Hitze ein wenig schrumpfen. Das ist nicht viel, aber wenn man zweifärbig plottet und die Motive nicht AUFeinander sondern INeinander liegen wie bei unserem Glitzerhäschen, dann kann da schon mal ein Zwischenraum entstehen, der den Stoff durchscheinen lässt ... das stört mich.

Also muss ich dem vorbeugen, indem ich den Bauch ein Hauch, wirklich nur eine Hauch größer mache. Und das geht ruck-zuck mit der Offset-Funktion.

Ihr markiert jetzt den extra Bauch und geht in der oberen Menüleiste auf "Offset". Dort wählt ihr "Offset" und stellt die Größe auf 0,6 mm ein. Ihr könnt den zweiten Kreis nur auf der Nahaufnahme erkennen, so schmal ist das:


Nun müsst ihr den INNEREN Kreis löschen. Nehmt wirklich den inneren Kreis - das geht am besten, wenn ihr das Bild vergrößert und dann erst den kleineren löscht.

Nun sind wir fertig! Ihr könnt jetzt das Häschen aus Glitzerfolie zuschneiden und den Bauch aus weißer Flockfolie. Durch die minimale Übergröße des Bauches sollte diese nach Aufbügeln des Häschchen exakt hineinpassen - ohne unschönen Spalt zwischen den Folien.


Ein Foto des fertigen Motives muss ich euch leider noch ein wenig vorenthalten ... das habe ich vor dem Schreiben dieses Tutorials leider nicht mehr geschafft! Aber heute Abend wird es ergänzt ... ich wollte euch aber das Tutorial trotzdem schon zeigen :-)

Mit dieser Methode könnt ihr nicht nur Glitzerfolie zweifärbig (oder dreifärbig oder noch mehr) plotten, sondern auch z. B. bei mehrfärbigen Flexmotiven die Schichten, die übereinanderliegen und somit die Dicke des fertigen Motives reduzieren. Das erfordert zwar etwas Übung und Geduld, aber es lohnt sich.

Und jetzt viel Spaß beim Nachmachen und Ausprobieren!

Euer

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